Pfarrei Maria Dorfen - Geschichte |
| Dorfen liegt an der Bundestraße 15 im
Isental. Eine erste Siedlung dürfte schon in der Römerzeit bestanden haben. Neueste Funde zeigen, dass Dorfen mit dem in spätantiken Schriften an einer Römerstraße gelegenen Turum identisch sein dürfte. Der Ort selbst wird 773 erstmals in den Urkunden des Freisinger Hochstifts genannt. Von den Wittelsbacher Herzögen wird Dorfen bereits 1230 das Marktrecht verliehen, was die Bedeutung und die verkehrsgünstige Lage zu der damaligen Zeit unter- streicht. 1954 wird der Markt Dorfen zur Stadt erhoben. |
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Der Ruprechtsberg, auf dem die heutige Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, der Pfarrhof und das ehemalige Priesterseminar (heute Ruheheim der Armen Schulschwestern) stehen, wird erstmals 1649 erwähnt. Die ersten Wallfahrten zur Muttergottes nach Dorfen dürften schon im 15. Jahrhundert eingesetzt haben. Sicheres darüber wissen wir jedoch erst seit 1632, da davor liegende Aufzeichnungen im 30.-jährigen Krieg ver- lorengegangen sind. Die entscheidenden Stationen der Marienverehrung in Dorfen sind die Gründung der Rosenkranzbruderschaft 1657, sowie die oberhirtliche Be- stätigung eines gnadenreichen und wundertätigen Marienbildes im Jahre 1707. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen jedes Jahr bis zu 100.000 Pilger nach Dorfen. Zahlreiche Gebetserhöhungen sind in den Mirakelbüchern niedergeschrieben. Dorfen war zu dieser Zeit nach Altötting der meistbesuchte Wallfahrtsort in Süddeutschland. Da der rasant ansteigende Pilgerzustrom nur von einer großen Zahl Priester bewältigt werden konnte, entstand 1717-19 im Westen der Wall- fahrtskirche ein Priesterhaus, das von der Priestergemeinschaft der Petriner geführt wurde. Zwischen 1775 und 1804 war dort auch ein Teil des Freisinger Priesterseminars untergebracht. Dorfen war also für mehr als ein Vierteljahrhundert Hochschulstandort. Im 19. Jahrhundert nutzte die Erzdiözese das Priesterhaus als "Priester- korrekturanstalt", 1913 erwarb es der Orden der Armen Schulschwestern, der dort ein Schwesternruheheim eingerichtet hat. |
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Die heutige Pfarrkirche wurde etwa 1470 im spätgotischen Stil erbaut, zu Beginn des 18. Jahrhunders barock umgestaltet und nach dem Einsturz des gesamten Gewölbes 1782 als frühklassizistische Wandpfeilkirche wiedererrichtet. Das Zentrum der Kirche ist der Gnadenaltar, entworfen 1728 von Egid Quirin Asam, erstellt in den Jahren 1740-49. Das Retabel birgt das Gnadenbild, eine um 1740 geschaffene, sitzende Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Der Asamaltar wurde 1868 durch einen neuromanischen Altar ersetzt, 1963-71 im Zuge der Kirchenrenovierung anhand alter Vorlagen re- konstruiert.
erweitert und erneuert. 200 aus Holz
gefasste Figuren stehen zur Verfügung, 141 Personen mit kunstvoll bestickten Kostümen,
zusätzlich 59 Tiere. 1990-95 erfolgte eine umfassende
Restaurierung durch das |